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Erfolgsfaktoren für eine perfekte Silagequalität
Eine dreiteilige Serie über die wichtigsten Aspekte
In wenigen Wochen startet die Erntesaison 2007. Um eine optimale Silagequalität zu erreichen, sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Neben der Pflege und Düngung des Grünlands, die bereits abgeschlossen ist, muss auch vielen verschiedenen Aspekten während und nach der Ernte Beachtung geschenkt werden. In einer dreiteiligen Serie wollen wir Ihnen diese Punkte näher erläutern.
- Schnittzeitpunkt und Mähtechnik
- Ernte
- Lagerung und Silagequalität
Die Ernte ist der Grundstein für eine gute Silagequalität. Werden hier Fehler gemacht, können diese nur noch schwer oder gar nicht mehr behoben werden.
1. Schnittzeitpunkt
Der optimale Schnittzeitpunkt ist nicht immer einfach zu ermitteln. Auf der einen Seite steht der Nährstoffgehalt der Pflanzen, auf der anderen Seite der Ertrag pro Hektar. Der Nährstoffgehalt nimmt bei zunehmendem Alter der Pflanzen rasch ab, der Ertrag pro Hektar jedoch zu.

Gerade im ersten Schnitt ist dem Nährstoffgehalt besondere Aufmerksamkeit zu schenken, da dieser sehr rasch sinkt. Zwar kann bei einem späteren Schnittzeitpunkt bedeutend mehr Masse geerntet werden, jedoch müssen große Abstriche beim Nährstoffgehalt in Kauf genommen werden. Hier gilt sicher das Motto: „weniger ist mehr“.

Der optimale Schnittzeitpunkt liegt zwischen Beginn Rispenschieben und vollem Rispenschieben. Hier kann gewährleistet werden, dass der Ertrag und der Nährstoffgehalt passen.
2. Mähen und Aufbereiten
Das wichtigste Einstellmaß bei Mähwerken ist die Schnitthöhe. Wird diese zu tief eingestellt, müssen alle Folgegeräte tiefer eingestellt werden und verschmutzen so unnötig das Futter.
Die Schnitthöhe sollte mindestens 6 cm betragen, diese ist jedoch auch von der Zusammensetzung der Wiese abhängig. Bei Mischbeständen mit relativ hohem Gräseranteil ist eine Schnitthöhe größer als 6 cm ausreichend. Reine Luzernebestände (Alpha-alpha) sollten jedoch höher gemäht werden, hier ist eine Schnitthöhe von rund 9 cm anzustreben.

3. Trockensubstanz - welcher Wert sollte erreicht werden?
Der Trocknungsverlauf kann durch den Einsatz eines Aufbereiters stark verkürzt werden. Grassilage sollte mit einem TS-Gehalt von rund 35-40 % Trockensubstanz geerntet werden. Frisch gemähtes Futter weist einen TS-Gehalt von rund 18 bis 20 % TS auf. Der Aufbereiter löst die Wachsschicht der Pflanzen, dadurch kann das Wasser besser verdunsten und die Pflanze trocknet schneller ab. Je höher der Anteil an blattreichen Pflanzen (z.B. Weiß- oder Rotklee) in einem Bestand umso weniger aggressiv sollte der Aufbereiter arbeiten. Bei reinen Luzerne-Beständen ist der Einsatz eines Walzenaufbereiters sicher sinnvoll. Das aufbereitete Futter sollte hinter dem Mähwerk wieder möglichst breit abgelegt werden, damit ein möglichst gleichmäßiger Trocknungsverlauf des gesamten Futters erfolgen kann. Der Trockensubstanzgehalt für Silage sollte nicht höher den 40 % sein, da es sonst zu Problemen bei der Verdichtung am Silo, Fehlgärungen und Schimmelbildung kommen kann.
Erfasst am: 11.04.2007

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